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Land und Leute I

CapeTownPosted by LoopBack Sat, July 11, 2009 19:00:21
Eine Woche ist noch nicht ganz um und trotzdem bin ich schon erschlagen von Eindrücken. Und das, obwohl ich bisher nicht einmal so an der Oberfläche von Cape Town gekratzt habe, wie es jeder Tourist im Urlaub besser könnte. Abgeklärte Menschen, die schon mal Dokus über Cape Town gesehen oder Bücher darüber gelesen haben, werden deshalb von meinen ersten Eindrücken nicht vom Hocker gerissen. Natürlich stehen an jeder Ecke, jeder Ampel, jeder Parklücke und jeder Kasse Schwarze, die versuchen durch alle möglichen Dienstleistungen wenigstens ein paar Rand zu verdienen. Natürlich sind diejenigen, die sich in den Restaurants, Bars, Malls und Strandpromenaden bedienen lassen, fast ausschließlich Weiße. Natürlich laufen hier Pinguine, Straußen und Paviane frei herum und natürlich sind das Kap und der Ozean stürmisch und von wilder Schönheit. Aber auch vielleicht erwartbare Eindrücke treffen einen unvorbereitet und hinterlassen Spuren.

Hinzu kommen die vielen Kleinigkeiten, die sich hoffentlich im Laufe des Jahres zu einem Mosaik aus Cape Town und Südafrika formen werden. Wie der afrikaanische Servicemensch, der beim Anblick meines „Nazis? Nein Danke!“-Aufklebers auf dem Labtop freundlich-interessiert fragte: „Ach. Seid ihr Nazis?“ (den Aufkleber habe ich sicherheitshalber sofort entfernt). Oder die Mitarbeiter eines Supermarktes, die zur blechernen Radio-Pop-Musik der Lautsprecher fröhlich tanzend und singend die Regale einräumten. Vielleicht auch alles typisch. Aber einzigartig.

P.S.: Mein erstes eigenes Auto wird wohl übrigens cremefarben. Vorschläge, wie ich in so einer Karre trotzdem markant-männlich wirken kann, nehme ich jederzeit und verzweifelt entgegen!